Warum das Rathaus eine neue Förderschule bauen will

PNN vom 2. April 2019

02.04.2019

In Potsdam gibt es Streit um eine geplante neue Förderschule. Eigentlich will das Land Brandenburg ein inklusives Bildungssystem, in dem Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam lernen sollen. Dafür sollten Förderschulen entbehrlich werden. Doch aktuell plant die Stadt Potsdam sogar einen Neubau. Diese Planungen hat das Rathaus jetzt gegen Kritik der linksalternativen Fraktion Die Andere verteidigt – und erhält dafür Unterstützung von Experten und einer Mehrheit der Stadtverordneten.
Die neue Förderschule soll auf dem Areal des künftigen Bildungscampus am Bahnhof Rehbrücke entstehen, der wegen Baumfällungen umstritten ist. So sagte der Vorsitzende des Bildungsausschusses, Clemens Viehrig (CDU): „Inklusion mit der Brechstange – wie es Die Andere fordert – bringt uns dem Ziel kein Stück näher und hilft den Kindern gar nicht.“ Es gebe eine gesetzliche Wahlfreiheit der Eltern, welche man respektieren müsse. Immerhin würden von aktuell 1467 Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf knapp 700 eine Regelschule besuchen. Erst vor wenigen Monaten hatte eine von dem Landesverband der Grünen in Auftrag gegebene Studie gezeigt, dass der Inklusionsprozess in Brandenburg ins Stocken geraten ist, vor allem weil – trotz Extra-Ressourcen vom Ministerium – genügend Personal fehlt. „Doch erst wenn die Bedingungen stimmen und alle Kinder vom gemeinsamen Lernen profitieren, kann auch Akzeptanz für Inklusion entstehen“, sagte Viehrig.

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